MRT und Metallimplantate / Piercings

Bisher war die Untersuchung im offenen MRT bei Patienten mit Metallimplantaten (z.B. Hüftprothesen, metallische Zahnimplantate) oder nicht entfernbaren Piercings in der Nähe des Metalls nur eingeschränkt möglich. Details der Anatomie wurden gar nicht oder stark verzerrt dargestellt. Mit der WARP Technologie ist es nun möglich, trotzdem eine aussagekräftige MRT-Diagnostik durchzuführen. Diese Technologie kann sowohl beim offenen wie beim geschlossenen System angewendet werden.

Metallische Implantate und Piercings, die nicht entfernt werden können, verursachen Ablenkungen des offenen MRT-Magnetfeldes. Dies verursacht Bildstörungen, sogenannte Artefakte und kann in bei schwierigen Fragestellungen, sogar zu unbrauchbaren MRT-Bildern führen. Bei Geräten mit der WARP-Technologie ist dieses Problem geringer.

Die unten stehenden Bilder zeigen das Becken mit seinen Organen eines 60-jährigen Patienten mit einem Metallimplantat (Hüftprothese) in der konventionellen offenen MRT Untersuchungstechnik (links) und mit der WARP Technologie (rechts).

MRT, Metallimplantat, Piercing

Das Implantat (recht Bildseite) führt zu einer ausgeprägten Bildstörung (Artefakt) mit Verzerrung der Strukturen des Beckens und Auslöschphänomenen (schwarzes „Loch“).

Offenes MRT, WARP, Piercing

Der gleiche Patient untersucht mit der MRT WARP Technologie im offenen MRT. Die Strukturen des Beckens sind anatomisch korrekt dargestellt und die Auslöschphänomene sind geringer.

In den letzten Jahren hat die Anzahl der Patienten mit nicht entfernbaren Piercings, die eine MRT-Untersuchung benötigen, erheblich zugenommen. Hier kann die WARP Technologie helfen, dass bei Untersuchungen im offenen MRT nicht entfernbare Piercings nicht zerstört werden müssen.